Heute möchte ich mit einem Zitat von Aristoteles beginnen: „Wir sind, was wir wiederholt tun. Exzellenz ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“
An diesen Worten erkennen wir bereits die intensiv gestaltende Bedeutung unserer Gewohnheiten für unser Leben. Gewohnheit = etwas wohnt in mir. Ich habe mich mit diesem Verhalten häuslich einrichtet.
Gewohnheiten sind in unserem Alltagshandeln so „automatisch“ geworden, dass wir sie nicht mehr hinterfragen und sie mechanisch verrichten. Sie sind eher auf ein unbewusstes Denken und Handeln ausgerichtet, statt auf bewusstes Wahrnehmen unseres Tuns. Unsere Gewohnheiten bestimmen schlussendlich unser Leben = Gesetz von Ursache und Wirkung: förderliche Gewohnheiten bilden ein glückserfülltes Leben – blockierende Gewohnheiten eher das Gegenteil.
Jede Gewohnheit beginnt mit dem ersten Mal des Ausführens. Und dieses erste Mal ist insoweit wichtig, da es in irgendeiner Weise in uns etwas freisetzt: ein Glücksgefühl, ein Sicherheitsgefühl, ein Schutzgefühl, Möglichkeit für Verdrängung oder Ruhe oder in Ruhe gelassen zu werden. Bei jedem weiteren Praktizieren dieses Verhaltens manifestiert es sich immer mehr in mir und so wird aus dem ersten Mal eine bestimmende Gewohnheit: aus einem kleinen schmalen Trampelpfad wird nach und nach eine 6spurige Autobahn. Und auf dieser fahre ich dann rasant durch den Alltag.
Manche Gewohnheiten sind absolut förderlich für mich. Manche Gewohnheiten sind eher blockierend und stehen einem erfüllten Dasein im Wege.
Daher: erkenne bewusst bei dir, welche Gewohnheiten praktizierst du im Alltagsgeschehen? Welche davon sind auf ein glückliches Leben ausgerichtet? Welche davon sind eher eine Blockade als eine Unterstützung? Halte immer mal wieder inne und beobachte dein Verhalten.
Gewohnheiten sind etwas Erlerntes, d.h. du kannst jederzeit umlernen und somit aus einer blockierenden Gewohnheit eine bereichernde werden lassen. Du stehst jederzeit an einer Gabelung und kannst einen anderen Weg nehmen als den gewohnten. Und natürlich bedarf es auch bei manchen Gewohnheiten Mut; mutig für diesen neuen Schritt, mutig für dieses andere Tun. Voraussetzung ist das Bewusstsein und die konkrete klare Absicht deines neuen Verhaltens. Und dann geht es ans Üben, Üben, Üben. Sei somit „außergewöhnlich“ – tritt aus deiner alten Gewohnheit aus und wende dich einem neuen Verhalten zu, was dich in die Fülle bringt. Immer wieder sich seines Verhaltens bewusst machen und ggf. die Richtung wechseln. Bis aus dem neuen ersten Mal eine erfüllende Gewohnheit geworden ist. Geh in kleinen, jedoch bewussten Schritten voran. Begleite dich liebevoll auf diesem Weg. Welche kleinen, minimalen Veränderungen in deinem Denken und Tun könnten für dich die neue Ursache sein, um ein zufriedenes Leben zu genießen?
Ich wünsche dir ganz viel Freude und Spaß bei dem schöpferischen Gestalten deines glückserfüllten Lebens.





