Sprichst du mit dir selbst? Spricht da etwas in dir, ohne dein Zutun. Egal, ob du willst oder nicht – immer quatscht etwas in deinem Kopf. Laut oder leise? In uns ist recht häufig ständig eine innere Stimme zu hören, die ihren Kommentar abgibt. Unsere Gedanken in Form von Worten; unsere Gefühle und Wahrnehmungen in Form von Gedanken. Da bekanntlich gerade in der Kommunikation der Ton die Musik macht, ist es auch hier entscheidend: wie redest du mit dir? In welcher Art findet dein Gespräch statt – ist deine eigene Wortwahl dir gegenüber überkritisierend und kleinmachend oder ist sie aufbauend, verständnisvoll, motivierend. Es liegt in dir. Es sind deine inneren Anteile, die hier das Gespräch mit dir pflegen. Und ich glaube, dies ist ebenfalls ein wichtiger Ansatz: welcher Anteil von mir spricht hier überhaupt? Welchem inneren Anteil kann ich diesen inneren Satz zuordnen? Wenn du den Autor kennst, weißt du besser damit umzugehen. Du kennst dann auch seine Ambition, mit dir in Kontakt zu treten. Alles, was dich hier zerstörerisch, mit Vorwürfen, Schuldansagen und Urteilen überschüttet, ist nicht unbedingt ein heilend gesunder Anteil. Vielleicht gehören diese Textbeiträge eher in die Kategorie der Ego-Anteile. Achte darauf, welche innere Stimme spricht und so kannst du auch bewusster darauf reagieren. Alle inneren Beiträge sind wichtig und werden respektvoll aufgenommen. Sie sind generell Anteile von dir und haben ihre Daseinsberechtigung. Es ist jedoch entscheidend, ob du dich auf eine sinnfreie Diskussion damit einlässt, ihnen folgst oder einen wahrhaft gesunden und bereichernden Umgang damit findest. Wenn es dir schon schlecht geht, dann nützt ein inneres Runtermachen wenig – du liegst ja schon am Boden, da brauchst du nicht auch noch drauftreten. Es wären insoweit verständnisvolle Worte und Gedanken hilfreicher, um wieder auf die Beine zu kommen. Beobachte mal für eine gewisse Zeit ganz bewusst deine inneren Gespräche und lerne immer mehr die einzelnen inneren Stimmen zu erkennen und ihren wahren Hintergrund der Ansage zu erkennen. Beobachte auch in der Meditation immer wieder deine Gedanken und inneren Worte. Nur so kannst du Klarheit erlangen. Es wird auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung und ein spannendes weiteres Kennenlernen deiner inneren Anteile, um künftig bewusster und vor allem sinnführender mit ihnen zu leben.